Menschenrechts­kalender

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03.04.2017

2008 - Bürgerrechtler Hu Jia zu Haftstrafe verurteilt
Vor Jahren deckte Hu Jia einen AIDS-Skandal mit auf, den die Regierung vertuschen wollte. Seitdem wird Hu Jia überwacht und immer wieder unter Hausarrest gestellt. Im Jahr 2007 veröffentlichte er Artikel und Briefe, in denen er erklärte, dass die Olympischen Spiele in einem Land stattfänden, das die Menschenrechte verachte. Hu Jia wurde daraufhin inhaftiert. Seine Frau steht seitdem unter Hausarrest und darf nur bewacht das Haus verlassen. Ihr Telefon und Computer wurden abgeklemmt. Das Pekinger Volksgericht hat den bekanntesten Bürgerrechtler Chinas am 3.4.2008 nun zu dreieinhalb Jahren Haft verurteilt. Sechs kritische Artikel, die Hu Jia im Internet veröffentlicht hatte, und zwei Interviews, die er ausländischen Medien gegeben hatte, reichten den Richtern für dieses Urteil aus. Menschenrechtsorganisationen kritisieren die Verhaftung und die Säuberungsaktionen der chinesischen Regierung vor den Olympischen Spielen, bei der Kritiker unter Hausarrest gestellt oder inhaftiert werden.