Über 30 Projektteams hatten sich mit ihren Projekten rund um das Thema kulturelle Vielfalt, Respekt und Toleranz um den Vielfaltpreis 2014 der Jugendstiftung Baden-Württemberg beworben.

Mit dem ersten Preis zeichnet die Jury das Projekt "GEh RAn - Wir packen es an gegen Gewalt und Rassismus!" der Creutzfelder-Schule Pfedelbach im Hohenlohekreis aus. Besonders beeindruckt war die Jury hier von der Kreativität und Initiative der Schülergruppe, die sich in ihrem Fotoprojekt ausführlich mit den vielfältigen Facetten von Gewalt und Rassismus auseinandergesetzt hat. Die Fotos in Kombination mit den Foto-Titeln zeigen, dass es hier einen direkten Bezug zur Lebenswelt der Jugendlichen gibt. Die entstandenen Fotografien sollen im Rahmen einer Vernissage darüber hinaus noch einem größeren Publikum zugänglich gemacht werden.

Der zweite Preis geht nach Reutlingen an zwei Projekte die sich mit dem Thema Integration beschäftigen - "Die Integrationsformel" und "Der mit dem Esel wartet...Migranten machen Schule" (Doku-Film). Das Projekt "Integrationsformel" zeigt anschaulich, wie das Konzept "Jugendliche helfen Jugendlichen" erfolgreich im schulischen Raum funktionieren kann. Ziel des von Schülerinnen und Schülern getragenen und von der Schulsozialarbeit unterstützten Patenprojektes ist es, den Patenkindern mit Migrationshintergrund zu helfen, sich in Deutschland Zuhause zu führen, sich einzuleben und vor Ort Unterstützung durch andere junge Menschen anzubieten, die ihnen so ihren Integrationsprozess erleichtern. Der multikulturelle Film "Der mit dem Esel wartet - Migranten machen Schule" dokumentiert die Integrationsbemühungen der Schülerinnen und Schüler der Reutlinger Eduard-Spranger-Gemeinschaftsschule. Die Jury überzeugte insbesondere die jahrgangsübergreifende Auseinandersetzung mit der Thematik im Rahmen des Filmprojektes und die Tatsache, dass über den Film auch ein größerer Personenkreis informiert werden konnte.

Den dritten Preis erhält das Projekt "Homophobie" der Schenkendorfschule in Freiburg/Breisgau. Schülerinnen und Schüler der 9. Klasse haben sich ein ganzes Schuljahr intensiv in Form von Unterrichtsprojekten und durch die Teilnahme an einem Aktionstag mit der Thematik Homophobie auseinandergesetzt. Die Jury fand es bemerkenswert, dass in der Filmbeitrag nach einem eigens erstellen Drehbuch basierend auf den Ideen der Jugendlichen umgesetzt wurde. Dieses Projekt zeigt sehr anschaulich, dass der Einsatz für Vielfalt auch bedeutet, dass Menschen mit unterschiedlichen sexuellen Orientierierungen diskriminierungsfrei in unserer Gesellschaft leben können.