Straßenfußball für Toleranz

Straßenfußball für Toleranz

Hier wird nicht nach den üblichen Fußballregeln gespielt. Statt Schiedsrichter gibt es sogenannte „Teamer/innen“, und es geht nicht nur um Tore. Die Mannschaften sind gemischt. Die Tore der Mannschaft zählen erst, wenn ein Mädchen ein Tor geschossen hat. Die geschossenen Tore sind jedoch nicht allein Spiel entscheidend. Drei Punkte werden für den spielerischen Sieg vergeben, beim Unentschieden zwei, und die unterlegene Mannschaft bekommt auch einen Punkt gut geschrieben. Drei weitere Punkte werden für Fair-Play vergeben. Darüber entscheiden beide Teams gemeinsam. Sie beraten sich nach dem Spiel und verteilen die Punkte.

Der Kreisjugendring Esslingen hat dieses etwas andere Fußballturnier nun schon zweimal mit Kindern und Jugendlichen von 10-16 Jahren durchgeführt. Die Vorrundenqualifikationsspiele werden in Städten und Gemeinden im ganzen Landkreis Esslingen ausgetragen. Das Finale findet auf dem Marktplatz Esslingen statt. Rund um die Fußballfelder gibt es dazu ein kulturelles Rahmenprogramm.

Das Konzept von „Straßenfußball für Toleranz“ wurde für Straßenkinder in Südamerika entwickelt und hat sich auch in Deutschland bewährt. Es bringt Kinder und Jugendliche ganz unterschiedlicher Stadtteile und Kulturen zusammen, fördert Konfliktmanagement, Regelbewusstsein, Zivilcourage, interkulturelles Lernen, Fairness und Dialogfähigkeit.

Ein Projekt von: Kreisjugendring Esslingen in Kooperationen mit Jugendeinrichtungen des Kreisjugendrings und Migrantenselbstorganisationen.

Auf der Seite des Instituts für Friedenspädagogik Tübingen kann kostenlos die Broschüre „Straßenfußball für Toleranz. Handreichung für Jugendarbeit, Schule und Verein“ heruntergeladen werden.